03. Mai 2017

Grundschulaktionstag weckt Handball-Begeisterung

Leuchtende Kinderaugen in der Trierer Arena: Bei der Zentralveranstaltung des HVR-Grundschulaktionstages freuten sich alle Beteiligten über einen gelungenen Tag. Das gleiche galt in den anderen Hallen im kompletten Verbandsgebiet.


Rund 250 Zweitklässler aus acht Trierer Grundschulen wurden bei der Zentralveranstaltung des HVR-Grundschulaktionstages spielerisch an den Handball herangeführt. Abschließend waren sich alle einig, dass die Veranstaltung großen Spaß gemacht hat und Wiederholungsbedarf besitzt.

Zwischen den Fragen von Peter Josef Schmitz und Herbert Schuhmacher lagen gut drei Stunden. Wer schon einmal Handball gespielt habe, wollte der Präsident des Handballverbandes Rheinland morgens in der Arena von Trier wissen. Es zeigte beziehungsweise stand eine Handvoll Kinder auf. Als Spieltechnik-Vizepräsident Schuhmacher später das Mikrofon ergriff, nachdem rund 250 Zweitklässler einen Vormittag lang eine für fast alle von ihnen neue Sportart ausprobiert hatten, und wissen wollte, wie ihnen der Tag gefallen habe, kam ihm ein ebenso donnerndes wie begeistertes und einstimmiges "Ja" entgegen. Die gleiche Antwort, nur noch lauter, gab es auf die Frage, ob man die Aktion wiederholen solle. Die Frage nach dem Erfolg des ersten HVR-Grundschulaktionstages beantworteten diejenigen, um die es ging, damit selbst am eindeutigsten.

Schulkinder zur Bewegung animieren und bei ihnen die Begeisterung für den Handball wecken - mit dieser Intension hatte der HVR Ende des vergangenen Jahres die Schulen und Vereine kontaktiert. Es gelang überwältigend gut, an einem Tag möglichst viele Zweitklässler im gesamten Verbandsgebiet in die Hallen zu bekommen, wo unzählige Vereinstrainer auf spielerische Art und Weise die Grundlagen vermittelten.

25 Vereine und 60 Grundschulen sagten zu, bei der Zentralveranstaltung in Trier kümmerten sich Übungsleiter und Aktive der DJK St. Matthias Trier sowie der DJK/MJC Trier - auch einige ihrer Zweitligaspielerinnen - um die Neulinge. "Die Veranstaltung war ein ganzer Erfolg, und die Kinder hatten großen Spaß", stellte David Clemens mit dem Blick auf die zwölf in der Arena aufgebauten Stationen fest.

Clemens, der für den weiblichen Bereich zuständige HVR-Verbandstrainer, sowie Sabrina Apel, Jugend- und Schulreferentin des Verbandes, hatten bei der arbeitsintensiven Vorbereitung Kontakte zwischen Schulen und Vereinen geknüpft und viel Organisationsarbeit geleistet, sodass nicht nur am WM-Spielort Trier unter der Hausherrschaft von Wolfgang Esser und Organisationsleitung von Albert Chorus ein reibungsloser Ablauf gewährleistet war. "Sabrina und David haben im Vorfeld großartige Arbeit geleistet. Es ist Wahnsinn, wie sie sich eingesetzt haben und was sie mit ihrem Engagement in die Wege geleitet haben", bedankte sich HVR-Geschäftsführer Hermann-Josef Häring. Clemens richtete sein Dank an die vielen Helfer aus den Vereinen: "Ohne die ganzen Ehrenamtlichen an allen Standorten unseres Aktionstages und die Unterstützer AOK, der Freundeskreis des Handballs im Rheinland, Kempa sowie die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz hätten wir die Veranstaltung in diesem Rahmen nicht durchführen können. Es war beste Werbung für den und eine Investition in die Zukunft des Handballs."

Die AOK Trier stellte den jungen Sportlern in einer Pause ein Frühstück zur Verfügung, die Ausstatter-Firma Kempa unterstützte den Verband dabei, den Schulen ein Handball-Startpaket mit Bällen, Leibchen und weiteren Trainingsmaterialien zu schnüren, die nun im Schulsport zum Einsatz kommen sollen.

Dort sind jetzt die Lehrer gefordert, die entfachte Handballbegeisterung weiter aufrechtzuerhalten. "Wir sind optimistisch, weil sich einige Lehrer viele Anregungen zur Vermittlung unserer Sportart mitgenommen haben", stellte Clemens bei Gesprächen fest. Wenn die Schüler in den kommenden Wochen zwischen Trier und Miehlen vermehrt fordern, Handball in den Unterricht einzubauen, würde es nicht überraschen. Einige fragten bereits an Ort und Stelle, wo sie im Verein trainieren können. Und genau dazu wollte der HVR den Nachwuchs motivieren.

Zurück zur Übersicht